AfD-Fraktion Putbus kritisiert einseitige Berichterstattung der OZ
AfD-Fraktion Putbus kritisiert einseitige Berichterstattung der Ostsee-Zeitung
Putbus. Die AfD-Fraktion Putbus kritisiert die Berichterstattung der Ostsee-Zeitung zur außerordentlichen Sitzung der Stadtvertretung über den neuen Bebauungsplan. Obwohl das Bauvorhaben erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung unserer Stadt haben kann und in der Stadtvertretung durchaus kontrovers diskutiert wird, verzichtete die Redaktion darauf, die Position der AfD-Fraktion einzuholen.
Stattdessen kamen Vertreter anderer Fraktionen ausführlich zu Wort. Die AfD als drittstärkste Fraktion der Stadtvertretung blieb außen vor. Das wirft Fragen nach der Ausgewogenheit der Berichterstattung auf. „Wir erwarten keine Sonderbehandlung. Wir erwarten lediglich, dass auch die Position der AfD berücksichtigt wird. Wir vertreten einen erheblichen Teil der Putbuser Bürger und haben das gleiche Recht, unsere Haltung zu wichtigen kommunalpolitischen Themen darzulegen wie jede andere Fraktion“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion Putbus, Michael Kasch.
Die AfD-Fraktion lehnt den vorgestellten Bebauungsplan in seiner derzeitigen Form ab. Nach ihrer Auffassung muss sich jede Wohnungsbaupolitik daran messen lassen, ob sie den Menschen vor Ort zugutekommt. Putbus benötigt vor allem bezahlbaren Wohnraum für Einheimische, junge Familien und Beschäftigte, die dauerhaft in unserer Stadt leben möchten. Der vorgelegte Bebauungsplan lässt jedoch Zweifel daran aufkommen, ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird. Vielmehr besteht die Sorge, dass erneut überwiegend hochpreisige Wohnungen oder Zweitwohnsitze entstehen. Diese Bedenken stützen sich auch auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre. In den Baugebieten am Seglerring und im Obstgarten sind zahlreiche neue Häuser entstanden. Dennoch hat sich die Einwohnerzahl von Putbus nicht erhöht. Neue Baugebiete allein lösen die Herausforderungen unserer Stadt nicht, wenn sie am tatsächlichen Bedarf der einheimischen Bevölkerung vorbeigehen.
Die AfD-Fraktion fordert deshalb eine offene Diskussion über die zukünftige Entwicklung von Putbus. Dazu gehört auch eine Berichterstattung, die unterschiedliche politische Auffassungen fair und ausgewogen abbildet.
Eine freie Presse lebt von Meinungsvielfalt. Gerade bei kontroversen kommunalpolitischen Entscheidungen sollten alle in der Stadtvertretung vertretenen Fraktionen angemessen berücksichtigt werden. Nur so können sich die Bürgerinnen und Bürger ein umfassendes Bild machen und sich eine eigene Meinung bilden.
Michael Kasch Fraktionsvorsitzender AfD-Fraktion Putbus



